Magnetresonanztomographie (MRT)
Die Magnetresonanztomographie oder auch Kernspintomographie beruht auf einem physikalischen Verfahren, in dem ein sehr starkes Magnetfeld von 1,0 Tesla (das ca. 20.000-fache der Erdanziehungskraft) benutzt wird.
Die Magnetresonanztomographie benutzt somit keine Röntgenstrahlung und ist dem Körper gegenüber als neutral anzusehen. Folgeschäden durch eine magnetresonanztomographische Untersuchung bzw. durch die Magnetisierung sind nicht bekannt.
Unsere Abteilung für Kernspintomographie wurde im Jahre 2008 erneuert. Wir verfügen über die schnellstmöglichen Gradienten mit 30 Millitesla (mT/m) Quantumgradienten. Es besteht ein umfangreiches Protokoll an Software mit der Möglichkeit für Angiographieuntersuchungen und Herz-MRT. Desweiteren ist eine Bildgebung mit Hochauflösung im abdominellen Bereich sowie thoracal möglich. Falls Sie hinsichtlich Indikationsstellung und Durchführbarkeit weitere Informationen benötigen, sprechen Sie uns bitte direkt an.
Ähnlich wie in der Computertomographie, kann es für eine MRT-Untersuchung erforderlich sein, ein Kontrastmittel intravenös während der Untersuchung zu verabreichen. Dieses Kontrastmittel basiert auf Gadolinium, ein Metall der seltenen Erden. Jod ist darin nicht enthalten. Das Kontrastmittel wird nicht während der Schwangerschaft und Stillzeit verabreicht.
Untersuchung
Der Patient wird in einem speziellen Raum untersucht. Er liegt auf einer beweglichen Liege, die sich langsam in die etwa 60 cm große Öffnung des Gerätes bewegt. Im Durchschnitt dauert die Liegezeit im Gerät bei einer MRT-Untersuchung ca. 15 bis 20 Minuten. Sehr wichtig ist bei der MRT-Untersuchung, dass das untersuchte Körperteil sehr ruhig liegt. Bewegung führt zu einer Bildunschärfe, die die Beurteilbarkeit der Aufnahmen stark einschränkt.Aufgrund des sehr starken Magnetfeldes, in dem der Patient während der Untersuchung liegt, führen manche Metallimplantate zur Kontraindikation gegen die Magnetresonanztomographie. Dies heisst, wer einen Herzschrittmacher besitzt oder Operationsmetallclips infolge Gefäß- oder Gehirnoperationen, eignet sich nicht für die MRT. In Einzelfällen können ältere Herzklappen magnetisch sein und sind somit für eine MRT-Untersuchung nicht geeignet.
Während der Untersuchung hört der Patient laute, schlagende, metallische Klopfgeräusche. Diese sind ein Bestandteil der Untersuchung und stellen Hochfrequenzimpulse dar.
Falls der Raum im Gerät als eng empfunden wird, kann vorab ein Medikament zur Beruhigung gegeben werden. Zuvor ist ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt unabdingbar. Falls ein beruhigendes Medikament während der Untersuchung bzw. vorher verabreicht wird, ist die Teilnahme am Straßenverkehr entsprechend der Straßenverkehrsordnung nicht gestattet. Somit müsste eine Begleitperson den Patienten nach Hause begleiten.
Falls vor der Untersuchung Fragen bestehen, sollte unbedingt mit dem Arzt vorab gesprochen werden.


